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Aktuelles |
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| Norwegische
Waldkatze in den neuen Farben |
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Von
Dr. Frank W. Langewische
und Christa Utescheny (Fotos) |
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Im
Jahr 1992 wurden in Schweden im Zwinger Wildwood´s Welpen in einer Farbe
geboren, die sich genetisch nicht durch die Eltern erklären ließ, Wildwood´s
Imer (Zuchtbuchnummer (S)SVERAK 87869 K) und Wildwood´s Iros (Zuchtbuchnummer
(S)SVERAK 87868 K). Auch in Deutschland gab es 1994 im Zwinger av Takeskog Welpen
in einer ungewöhnlichen Farbe, z. B. Bedellin av Takeskog (Zuchtbuchnummer
(D)DEKZV 205042). Unter den ge-meinsamen Vorfahren dieser beiden Würfe befanden
sich die Katzen Kløfterhagen´s Ba-buschka (Zuchtbuchnummer (N)NRR
K 50751) und Niro´s Dunder (Zuchtbuchnummer (N)NRR K 51300). Kløfterhagen´s
Babuschka geht in direkter Linie auf Pan´s Truls, den Stammvater aller Norwegischen
Waldkatzen zurück. Zunächst ging man davon aus, es handele sich |
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1.
"Heilige Norweger" |
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Babys |
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2. Kalahari v. Arlesbrunnen |
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um die Farben chocolate bzw. lilac. Mitte der 90´er Jahre ging man dann
dazu über, diese Farben als cinnamon bzw. fawn anzusprechen. Da alle diese
Farben bei der Rasse NFO in der FIFe nicht anerkannt sind, wurden die Farben dieser
Katzen nach dem EMS-Code als X-Farben bezeichnet. Eine Anerkennung blieb nicht
zuletzt aus, da namenhafte NFO-Züchter und Richter der Meinung waren, diese
Farben könnten nur durch Einkreuzung fremder Rassen (z. B. Somali) in die
NFO-Population erzeugt worden sein. Eine These, die bei einer Rasse, in der bei
heutigen Zuchtkatzen z. T. noch Novizen im Stammbaum sind, sowieso fraglich war
.Jedenfalls fürchtete man sich durch die vermeintliche Somalieinkreuzung,
deren genetische Krankheits-dispositionen
(PRA, Patellaluxation u. a.) in die NFO-Population einzubringen. |
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Daraufhin
wurde in Schweden eine Testverpaarung gemacht zwischen einem Somalikater in fawn
(S*Walkabout´s Gibson Hot, SOM p) und einer Norwegischen Waldkatze im soge-nannten
cinnamon getupft (S*Kattbossens Ludmilla, im Stammbaum noch geführt als NFO
xb 24, Zuchtbuchnummer (S)SVERAK 139759). Es fielen nur ein schwarz geticktes
und ein blau geticktes Mädchen. Obwohl durch das Ticking der Kitten eigentlich
klar war, daß der Somalikater der Vater war, wurde diese Verpaarung vielerorts
stets angezweifelt. Daher begann man nun in Skandinavien und in den Niederlanden,
dem „Problem“ der Anerkennung anders entgegenzutreten. Man registrierte
die Katzen als golden, welches in der FIFe bei der Rasse NFO anerkannt ist, und
schon konnte man Titelpunkte erringen. Diese Vorgehensweise ist nicht nachvollziehbar,
da die neuen Farben der NFO bereits in Kombination mit silber vorkamen. Es ist
nicht auszuschließen, daß einige NFO in den neuen Farben zusätzlich
golden sind, die eigentliche Farbe kann es aber aufgrund der Genetik nicht sein.
Um allen diesen Gerüchten entgegenzutreten, |
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3.
"Heiliger Norweger" |
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4
Wochen alt |
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4.
"Heiliger Norweger" |
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3
Monate alt |
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wurde vom Zuchtsausschuß der 1. DEKZV e.V. nach Absprache mit Herrn Dr.
Werner Hecht der Justus-Liebig-Universität Gießen und Herrn Dr. Frank
Langewische des Gesundheitsausschusses des 1. DEKZV e.V. eine Testverpaarung zwischen
einem Birmakater in chocolate point (Orlando vom Dürrleberg, SBI-b, Zuchtbuch-nummer
(D)DEKZV LO 264480) und einer sogenannten Norwegischen Waldkatze in cinnamon getupft
(Kalahari v. Arlesbrunnen, NFO-xo-24, Zuchtbuchnummer (D)DEKZV RX 265955, siehe
Abb. 1) genehmigt. Es wurden nur schwarz und blau getigerte bzw. gestromte Kätzchen
geboren (siehe Abb. 2, 3 und 4). Daher konnte mit dieser Testverpaarung definitiv
ausgeschlossen werden (siehe Tab. 1), daß es sich bei den neuen Farben der
NFO um Farben der rezessiven B-Allele (chocolate, lilac, cinnamon, fawn) handelt.
Jungtiere in den neuen Farben sehen anders aus (siehe Abb. 5, Pialotta v. Arlesbrunnen). |
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| Katzen |
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Tab.
1: Annahmen und Ergebnisse der 1. Testverpaarung: |
| Annahme
1: |
Elterntiere: |
Orlando
vom Dürrleberg
männlich |
Kalahari
v. Arlesbrunnen
weiblich |
| Farbe: |
chocolate
point |
cinnamon
getupft
(vermutet) |
| Allele
der B-Reihe: |
bb |
blbl |
| Nachkommen: |
bbl
(phänotypisch chocolate bzw. lilac) |
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| Annahme
2: |
| Elterntiere: |
Orlando
vom Dürrleberg männlich
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Kalahari
v. Arlesbrunnen
weiblich
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| Farbe: |
chocolate
point |
chocolate
getupft
(vermutet) |
| Allele
der B-Reihe: |
bb
|
bb
|
| Nachkommen: |
bb (phänotypisch chocolate bzw. lilac)
|
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| Tatsächlich
gefundene Konstellation: |
| Elterntiere: |
Orlando
vom Dürrleberg männlich
|
Kalahari
v. Arlesbrunnen
weiblich
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| Farbe: |
chocolate
point |
chocolate
getupft
(vermutet) |
| Allele
der B-Reihe: |
bb
|
B
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| Nachkommen: |
bB
(phänotypisch schwarz bzw. blau) |
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Außerdem
wurde bereits mit diesem Wurf mit großer Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen,
daß die neuen Farben als Folge eines rezessiv getragenen cs-Allels (Maskenfaktor)
hervorgerufen werden. Diese Tatsache war aber eigentlich schon vorher klar, da
ansonsten bei den zahl-reichen Verpaarungen zwischen Norwegischen Wald-katzen
der neuen Farben Maskennorweger hätten fallen
müssen. |
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5.
Pialotta v. Arlesbrunnen |
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Es
stand nun also fest: Die Norwegische Waldkatze „Kalahari vom Arlesbrunnen“
ist genetisch schwarz (B_). Um das Zusammenspiel des b-Allels (chocolate), des
cs-Allels (Maskenfaktor) und des Allels für die neuen Farben zu untersuchen,
wurde eine weitere Testverpaarung genehmigt und durchgeführt. Hierzu wurden
die Vollgeschwister Orlandos´B v. Arlesbrunnen (siehe Abb. 4), männlich,
XLH-n-22, Zuchtbuchnummer (D)DEKZV RX 285134, und O.´S Tibeth v. Arlesbrunnen,
weiblich, XLH-n-22, Zuchtbuchnummer (D)DEKZV RX 285136, aus der oben genannten
Testverpaarung (siehe Tab. 1) miteinander verpaart. Aus dieser Verpaarung fielen
fünf Jungtieren (siehe Tab. 2, Abb. 6-7): |
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