Die Geschichte vom Arlesbrunnen
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Als ich meine erste Katze besaß war ich so klein, daß ich gar nicht begriff, warum es der rote Kater “Peter” gar nicht mochte, wenn ich ihn am Schwanz hinter dem Ofen hervorzog  um mit ihm zu spielen! Meine Erinnerung an ihn basiert auf den Erzählungen meiner Angehörigen, aber es zeigt, daß ich mit Katzen aufwuchs.

Nach dem Tod meines Vaters folgte eine lange katzenlose Zeit, denn Mama hatte etwas gegen “nutzlose Fresser”. Diese Zeit dauerte genaugenommen so lange, bis mein eigener kleiner Sohn eines Tages mit einem Katzenbaby aus der Nachbarschaft im Arm anrückte und mit Bitten und Betteln bei seinem Vater ein Bleiberecht durchsetzte. Bei mir rannte er offene Türen ein! So kam “Bastian” ins Haus, ein schwarz-silber-gestromter Kater, wunderschön, kampferprobt durch die Spiele mit dem Sohn, nach den sprichwörtlichen 7 Leben einer Katze (er überlebte von fast tödlichem Wurmbefall als er ankam über Kämpfe mit Nachbars Boxer bis hin zu Schüssen aus Jägers Flinte alles) und blieb16 Jahre in der Familie, bis er erblindet starb.

Im Jahr 1985 hatte ich eine “Begegnung der anderen Art”. Ein Freund nahm mich mit zu einer Rassekatzenausstellung in Nürnberg, wo ich meine erste “Norwegerin” sah. Sie war damals die einzige in der Ausstellung, ein Tier aus dem Zwinger “av Trollsfjord”. So eine Katze wollte ich haben, und diese Rasse wollte ich züchten,. der Virus war in mir....

Es dauerte drei Jahre bis ich mich mit Hilfe der Besitzerin jener Waldkatze  durch den Dschungel mit Katzenvereinen, Stammbäumen und Catteries kämpfte, endlich ein weibliches Zuchttier (aus der Linie Trollsfjord) besaß und zum ersten Mal zu einem Deckkater in den Ruhrpott fuhr. Seit damals weiß ich , daß es für den Katzenfan keine Entfernungen gibt!

Meinen ersten eigenen Deckkater holte ich aus Schweden, jenen “Mar-Michels-Mr. Dino, der, zusammen mit seiner Wurfschwester “Dimmi-Dream” die damaligen Ausstellungen dominierte. Mit ihm hatte ich meinen ersten “Best of Best 1”, ein Erfolg, von dem ich heute nur träume, denn mit meinen derzeitigen Katzen bekomme ich nicht mal ein CAC! Habe ich so schlecht gezüchtet? Nein! Meine derzeitigen Katzen gehören einer Farbe an, die bei den Norwegern noch nicht anerkannt ist, eine sogen. X-Colour.

Ich kam zu der Farbe wie die “Jungfrau zum Kind”! Durch meine Beziehungen zu schwedischen Züchtern erwarb ich eine ganz normale Black-classic-tabby-Katze, wobei mich die Züchterin, Sylvia Erikers, darauf hinwies, daß in dieser Linie “komische” Farben fallen können. Es hat mich nicht weiter gestört. Durch widrige Umstände mußte der Zwinger “av Takeskog” die Zucht aufgeben und schnellstmöglich einige Katzen und Jungtiere abgeben. Ich erklärte mich bereit, drei Jungtiere zu mir zu nehmen und weiter zu vermitteln. Eines davon hatte eine “komische Farbe”. Ich behielt diesen “Mr. X av Takeskog”, ich bekam von ihm mit einer Tochter jener “normalen” Schwedin mein erstes “X-color-Kitten”!

Nun hatte ich den zweiten Virus in mir, den des Erforschens und Entdeckens, denn die Katzenzucht  hat für mich nun mehr zu bieten, als schöne, gesunde und wesensfeste Kitten zu  züchten. Die Genetik ist in diesem Fall der Dschungel, denn es ist noch nicht klar, um welche Farbe (genetisch) es sich handelt. Ich habe mir vorgenommen mit beizutragen, die Farbe bei der FIFE zur Anerkennung zu bringen!

(Dann bekomme ich wieder Zertifikate bei den Ausstellungen und vielleicht wieder Best of Best)! Sehen Sie sich die Fotos meiner “komischen Farbtiere” an!

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